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Blutwerte
Was Ihre Blutwerte bedeuten
Für eine Blutunteruntersuchung bestellt Sie Ihr Arzt in der Regel nüchtern, um die Messergebnisse nicht zu verfälschen. Die Blutprobe geht dann ins Labor und wird dort analysiert. Zurück kommen seltsame Kürzel und Zahlenwerte, die dem medizinischen Laien häufig wenig sagen. Lesen Sie deshalb hier einiges zu den wichtigen Blutwerten.
Leukozyten und Differerzialblutbild
Infektionen und Entzündungen kann man beim kleinen Blutbild durch das Zählen weißer Blutkörperchen ( Leukozyten ) auf die Schliche komme. Verändert sind die Leukozyten allerdings auch bei Knochenmarkerkrankungen, Tumoren, Verbrennungen oder Schockzuständen.
Normale Werte:
4300 bis 10000 pro Kubikmillimeter Blut ( mm³)
Infektionen und Entzündungen:
bis 30000 pro mm³ oder mehr
Beim Differentialblutbild wird der prozentuale Anteil bestimmter Typen von weißen Blutkörperchen bestimmt, um einer Krankheit genauer auf die Spur zu kommen.
Blutgerinnung und Quickwert
Um Gerinnungsstörungen festzustellen und um die gerinnungshemmende Therapie herzkranker Patienten zu überprüfen, bestimmt man den sogenannten Quickwert. Er liegt normalerweise zwischen 70 und 130 Prozent, unter einer Behandlung mit Gerinnungshemmern ( Cumarin Derivate , z.B. Marcumar ) zwischen 15 und 25 Prozent.
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
Ist die Blutbildung gestört oder treten Blutungen auf, verringert sich unter anderem die Zahl roter Blutkörperchen. Normale Werte liegen für Männer zwischen 4,5 und 6,3 Millionen Blutkörperchen pro mm³ Blut, für Frauen betragen sie 4,2 bis 5,5 Millionen pro mm³.
Blutzucker
Der Gehalt an Glucose ( Traubenzucker ) im Blut ist normalerweise sehr stabil, nicht jedoch bei Diabetikern. Verdacht schöpfen sollte man bei folgenden, mehrmals gemessenen Werten:
Kapillarblut, nüchtern:
- 100 bis 120 Milligramm pro Deziliter ( mg/dl ) Blut
Kapillarblut ein bis zwei Stunden nach dem Essen:
- 130 bis 180 mg/dl
Venöses Plasma, nüchtern:
- 115 bis 140 mg/dl
Venöses Plasma, ein bis zwei Stunden nach dem Essen
- 130 bis 180 mg/dl
HbA1c
Um bei Diabetikern etwas über die Zuckereinstellung der letzten 4 – 6 Wochen aussagen zu können, wird gemessen, wie stark der rote Blutfarbstoff mit Zucker beladen ist. Mediziner sprechen vom HbA1c-Wert. Gute Werte für den HbA1c liegen unter 6,5 Prozent und schlechte über 7,5 Prozent.
LDL- und HDL- Cholesterin
Ein Risikofaktor für Herzgefäß – Erkrankungen sind arteriosklerotische Ablagerungen. Ungünstig sind in diesem Zusammenhang Blutwerte des an Low-Density-Lipoproteinen ( LDL ) gebundenen Cholesterins von über 190 Milligramm pro Deziliter ( mg/dl ) Blut. Günstig sind Werte von unter 155 mg/dl. Die Werte des High – Density – Lipoproteins ( HDL ) sollten dagegen hoch sein; risikobehaftet sind bei Männern Werte unter 35mg/dl, bei Frauen Werte unter 45 mg/dl.
Triglyceride
Neben Cholesterin sind Triglyceride ( Neutralfette ) ein weiterer Risikofaktor für Herz und Kreislauf. Erhöhte Werte finden sich bei der Hälfte aller Diabetiker, bei Menschen mit verschiedenen Organerkrankungen, oder sie sind erblich. Günstige Werte für Erwachsene liegen unter 200 Milligramm pro Deziliter ( mg/dl ) Blut, bei Kindern zwischen 30 und 150 mg/dl.
Leberfunktion
Wenn es der Leber oder dem Herzen schlecht geht, verändern sich eine Reihe von Blutwerten, so etwa die Spiegel der Leberenzyme Aspartat-Amino-Transferase (AST) und Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT)
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Die Normwerte:
AST:
- Frauen 6 bis 15 Einheiten ( Units )/ Liter Blut
- Männer 6 bis 19 Einheiten ( Units )/ Liter Blut
GGT:
- Frauen 4 bis 18 Einheiten ( Units )/ Liter Blut
- Männer 6 bis 28 Einheiten ( Units )/ Liter Blut
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