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Nagelpilz


Nagelpilz loswerden

Jeder Achte von uns, so die Statistik, hat bereits einen Nagelpilz. Gefährdet sind vor allem Menschen mit Diabetes und Durchblutungsstörungen. Zu der Risikogruppe gehören aber auch Sportler, die mit Ihren Zehen vorne immer wieder an den Schuh stoßen und sich so unbemerkt kleine Risse an Zehen und Zehennägeln zuziehen. Schuld an der Infektion sind in 85 Prozent der Fälle Dermatophyten, das sind Fadenpilze, seltener Hefe – oder Schimmelpilze. Ihnen genügt bereits ein feiner Riss in der Haut – sekundenschnell dringen sie ein und vermehren sich durch Aussprossung und Sporenbildung.

Gelblich verfärbte Nagelplatten, brüchige, unnatürliche dicke Nägel an Zehen, seltener an Händen, sind erste alarmierende Anzeichen. Nistet sich der Pils erst einmal im Nagelbett ein, stört er die Verhornung der Nagelplatte. Sie verdickt sich und bekommt eine unregelmäßige Struktur. Ist die Nagelplatte befallen, hebt sich der Nagel unschön ab und fängt an zu krümeln.

Die Behandlung kann sich über Monate hinziehen, denn zur Abheilung muß der behandelte Nagel erst völlig rauswachsen. Dabei drohen immer wieder Rückfälle, wenn die Behandlungsanweisungen nicht konsequent eingehalten werden.


Was Menschen mit Nagelpilz beachten sollten
Tragen Sie auch in Ihren eigenen Wänden immer Socken, um andere nicht anzustecken.
Wechseln Sie täglich Ihre Strümpfe, und benutzen Sie Handtücher nur einmal. Waschen Sie diese bei mindestens 60 Grad, beispielsweise mit pilztötenden Waschmitteln ( Wirkstoff: Bifonazol ).
Meiden Sie Schuhe und Strümpfe aus synthetischem Material, da die Füße darin unnötig schwitzen. Schuhe können Sie beispielsweise mit speziellen Pilz-Sprays aus der Apotheke desinfizieren.
Trocknen Sie die Zehenzwischenräume nach jedem Duschen oder Baden besonders gründlich ab.
Stäuben Sie Schweißfüße regelmäßig mit einem Fußpuder ein.
 

Hilfe aus der Apotheke

Medizinische Lackzubereitungen aus der Apotheke mit den Wirkstoffen Ciclopirox und Amorolfin werden hauchdünn auf die Nageloberfläche aufgetragen. Sie sind farb- und geruchlos und versiegeln den Pilz. Das ist sehr wichtig, den von bereits befallenen Stellen breitet sich der Pilz besonders leicht aus. Die Lackzusammensetzung sorgt dafür, das der Wirkstoff des Präparates gleichmäßig an den kranken Nagel abgegeben wird.

Ist mehr als die Hälfte der Nagelplatte befallen, verschreibt der Arzt eventuell auch eine Kombinationstherapie mit Tabletten, die pilzabtötende Wirkstoffe enthalten.

Da sich Nagelpilze häufig ausdehnen, müssen angrenzende Hautstellen mit behandelt werden. Geeignet sind Salben oder Lösungen mit den Wirkstoffen Clotrimazol, Ciclopirox, Econazol, Ketoconazol, Terbinafin, Isoconazol und Bifonazol.

 
   
 
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