Sonnenschutz
Informationen und Tipps zum Sonnenschutz
Wofür ist die UVB- bzw. die UVA-Strahlung verantwortlich?
Das besonders energiereiche UVB ist für die Hautbräunung, vor allem aber auch für den Sonnenbrand und den Spätschäden ( Hautkrebs ) verantwortlich. UVA provoziert die „Sonnenallergie“ und die vorzeitige Hautalterung.
Wie viel Sonne bewirkt einen Sonnenbrand?
Nicht jede Haut reagiert gleichermaßen auf Sonnenlicht. Man unterscheidet in Europa vier unterschiedlich häufig vorkommende Hauttypen:
| Hauttyp |
1 |
2 |
3 |
4 |
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| Verteilung in Europa: |
2 % |
12 % |
78 % |
8 % |
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Hauttyp 1 |
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Hautfarbe: hell, Augenfarbe: blau, Haarfarbe: rot |
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Hautbräunung: nie oder kaum |
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Sonnenbrand: immer |
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Sonnenbrandschwelle: 10 min. |
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Hauttyp 2 |
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Hautfarbe: hell, Augenfarbe: grün, blau, Haarfarbe: blond |
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Hautbräunung: schwach |
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Sonnenbrand: sehr häufig |
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Sonnenbrandschwelle: 10-20 min. |
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Hauttyp 3 |
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Hautfarbe: leicht bräunlich, Augenfarbe: grün/grau, braun, Haarfarbe: blond, dunkelblond bis dunkel |
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Hautbräunung: gut |
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Sonnenbrand: manchmal |
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Sonnenbrandschwelle: 20-30 min. |
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Hauttyp 4 |
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Hautfarbe: braun, Augenfarbe: braun, Haarfarbe: schwarz |
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Hautbräunung: tief |
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Sonnenbrand: fast nie |
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Sonnenbrandschwelle: ca.45 min. |
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Das Sonnenbrandrisiko ist zudem abhängig vom Grad der Vorbräunung, vom Breitengrad, von der Dauer der Lichtexposition und von der Tageszeit.
Bitte beachten Sie: Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr Sommerzeit sollten Sie die Sonne meiden!!!
Schützt Schatten vor Sonnenbrand?
Schatten durch Bäume oder Sonnenschirme etc. schützt nur zu ca. 50%. Auch bei bewölktem Himmel benötigen lichtempfindliche Personen ( Hauttypen 1 und 2) einen Sonnenschutz.
Was drückt der Sonnenschutzfaktor aus?
Der Sonnenschutzfaktor gibt an, wie viel mal länger Sie – verglichen mit ungeschützter Haut – die Sonne ohne Sonnenbrand genießen können. Beachten Sie bitte dabei, dass die sonnenbrandfreie Zeit nicht beliebig steigerbar ist: bei sehr hohen Sonnenschutzfaktoren gilt diese Faustregel nicht mehr! Bedenken Sie bitte auch, dass die Gefahr der Hautalterung bereits bei zwei Drittel der Sonnenbrandschwellenzeit einsetzt.
Vorzeitige Hautalterung – was ist das?
Unabhängig von der natürlichen Alterung ( Zeitaltern ) entsteht das Lichtaltern ( vorzeitige oder auch exogene Hautalterung ) durch jahrelange Einwirkung einer mehr oder weniger intensiven Sonnenbestrahlung, oftmals begleitet von einer Vielzahl von Sonnenbränden. Betroffen sind vor allem die unbedeckten Körperregionen ( Gesicht, Handrücken, Nacken ), z.B. in Form von Altersflecken, starker Faltenbildung und/oder Elastizitätsverlust mit dem Bild einer Lederhaut. Die Gefahr der vorzeitigen Lichtalterung setzt bei rund zwei Drittel der Sonnenbrandschwellenzeit ein. Die Auswirkungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Die einzigen Mittel sind die konsequente Anwendung von hochwirksamen Sonnenschutzpräparaten und das Meiden von extremer Sonnenbestrahlung.
Was bringt wiederholtes Auftragen eines Sonnenschutzmittels?
Es ist erwiesen, dass z.B. die zweimalige Anwendung eines Sonnenschutzmittels keine Verdoppelung des Sonnenschutzfaktors bewirkt! Ist der Sonnenschutzfaktor einmal voll ausgenutzt, hilft kein Nachcremen. Kleidung plus Schatten ist in diesem Fall die einzige Möglichkeit, einen Sonnenbrand zu vermeiden. Die Haut braucht eine Nacht lang Zeit, um die aufgenommene UV-Dosis zu verarbeiten und für ein erneutes Sonnenbad bereit zu sein.
Welche Verhaltensregeln gelten für Kinder?
Säuglinge und Kleinstkinder unter 12 Monaten müssen gänzlich vor direktem Sonnenlicht geschützt werden, da ihre Haut extrem dünn ist und noch keine natürliche Lichtschwiele bilden kann. Auch im Schatten sind Sonnenschutzmittel mit hohem Sonnenschutzfaktor anzuwenden.
Generell sollten Kinder bei starker UV-Intensität der 4-H-Regel ( langes Hemd und Hose, Hut und hoher Sonnenschutzfaktor ) folgen. Kinder spielen gerne im Wasser. Bei der Wahl der Sonnenschutzmittel sollten Sie neben hohen Sonnenschutzfaktoren unbedingt auch auf eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit achten.
Welche Strahlen bewirken Hautkrebs?
Chronische Sonneneinstrahlung kann krebsfördernd sein. Hautkrebs wird vor allem durch UV-B Strahlen ausgelöst. UV-A Strahlung spielt dabei eine wesentlich geringere Rolle. Das Risiko der Krebsentstehung ist abhängig von der Gesamtmenge der UV-B Strahlung, die sich im Laufe der Jahre ergibt – unabhängig davon, ob sie von der Sonne oder aus künstlichen Lichtquellen stammt. Die Haut vergisst grundsätzlich keinen Sonnenstrahl!
Was versteht man unter einer „Mallorca – Akne“?
Nach der ersten stärkeren Sonneneinwirkung können sich bei lichtempfindlichen Personen vorwiegend im Bereich von Armen und Brust rote Flecken, Knötchen oder Quaddeln mit starkem Juckreiz bilden. Bei dieser für die ersten Urlaubstage im Süden typischen Erkrankung handelt es sich um eine kombinierte Empfindlichkeit gegen UV-A Strahlen und gewisse Fettstoffe bzw. bestimmte Emulgatoren in Form von phototoxischen Reaktionen. Empfohlen werden hydrophile, lipidarme Sonnenschutzpräparate.
Sollte man die Sonne nach Einnahme von Medikamenten meiden?
Die Kombination Arzneimittel plus UV-Strahlung kann zu unerwarteten Körper – und Hautreaktionen führen. Dies gilt beispielsweise für bestimmte Antibiotika, Antirheumatika, Schlafmittel und auch die „Pille“. Falls das Medikament nicht abgesetzt werden kann, empfiehlt es sich, Kleidung zu tragen und Sonnenschutzmittel mit sehr hohen Schutzfaktoren anzuwenden.
Was ist zu tun bei einem Sonnenbrand?
Grundsätzlich sollte ein Sonnenbrand unbedingt vermieden werden! Tritt er trotzdem auf, eignen sich zur Pflege besonders leichte, fettarme Emulsionen. Sie kühlen und beruhigen die haut und geben ihr die durch die Sonneneinwirkung verlorene Feuchtigkeit zurück. Bei schwereren Formen des Sonnenbrandes wenden Sie sich am besten an einen Arzt!
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