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Wussten Sie schon ... ?!?
Hier in der Rubrik "Wussten Sie schon ... ?!?" finden
Sie interessante Infos zum Thema Diabetes, welche
wir extra für Sie zusammengestellt haben und in regel-mäßigen Abständen aktualisieren bzw. ergänzen werden.
Wenn Sie eine Frage haben oder sich anderweitig an dem Thema beteiligen möchten, dann schreiben Sie uns bitte:
Ihre Fragen und Anregungen werden gern aufgegriffen und wenn möglich hier in dieser Rubrik beschrieben!
Zinkbedarf bei Diabetes
Zinkbedarf bei Diabetes erhöht
Ein latenter Zinkmangel liegt bei großen Teilen der Bevölkerung vor. Diabetiker sind besonders gefährdet, da bei ihnen in vielen Fällen die renale Zink – Elimination erhöht ist und das zwei – bis dreifache der Norm betragen kann; gleichzeitig findet sich eine geringere Zinkresorptionsrate als bei gesunden Personen. Dies führt auf lange Sicht zu einem Zinkmangel im Körper. Da das klinische Bild eines Zinkmangels gut mit Begleiterscheinungen diabetischer Komplikationen übereinstimmt, wurde der Einfluß einer Zinksubstitution auf verschiedene Parameter bei Zuckerkranken untersucht.
Bereits früh wurde die verzögerte Wundheilung von Unterschenkel-Ulzera bei Diabetikern in Verbindung mit einem Zinkmangel gebracht. Desgleichen eine verschlechterte Immunfunktion, die zu einem Anstieg von Infektionen, diabetischen Fußgeschwüren und damit zu einer erhöhten Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeitsrate insbesondere bei älteren Diabetikern führt. Da auch Wachstums- und Sexualhormone zinkabhängig sind, lässt sich das verzögerte Wachstum und die verspätete Pubertät beim juvenilen Diabetes mit einem Zinkmangel erklären. Auch die höhere Missbildungsrate bei Kindern diabetischer Mütter kann möglicherweise auf einen teratogenen Effekt eines bestehenden Zinkmangels zurückgeführt werden.
Der Glucosestoffwechsel lässt sich verbessern
Zink spielt aber auch eine wesentliche Rolle bei der Synthese, Speicherung und Freisetzung von Insulin. So wird z.B. Insulin in der Bauchspeicheldrüse in Form eines Zink-Insulin-Komplexes gespeichert. Im Tierexperiment verschlechterte sich bei Zinkmangel die Glucosetoleranz.
Zinktherapie bei Diabetikern
Bei Patienten mit Typ-II Diabetes war es in einer Untersuchung unter Gabe von Zink möglich, die Insulin oder Sulfonylharnstoff Dosis zu verringern oder aber die Kohlenhydratmengen auf ein erträgliches Maß anzuheben. In einer anderen Studie zeigten 90% einer Gruppe von Typ-II Diabetikern eine klinische Besserung; der Medikamentenbedarf ging um 50% bis 80% zurück.
Auch bei Typ-I Diabetikern nahmen nach dreiwöchiger Zufuhr von Zink die Blutzuckerwerte signifikant ab. Insulinbedarf und HbA1 Werte verringerten sich. Diese Effekte waren bei den Patienten am deutlichsten, die zu Beginn der Studie erniedrigte Zink-Serum Konzentrationen aufwiesen.
Eine zusammenfassende Bewertung der bis heute verfügbaren Erkenntnisse lässt den Schluß zu, dass man einen Diabetiker durch eine Zinksubstitution sicherlich nicht heilen kann, jedoch eine Zinktherapie bei den meisten Patienten sehr sinnvoll ist.
Als Anfangs und Stoßtherapie empfehlen wir 20 mg Zink pro Tag, als Dauerbehandlung 5 bis 10 mg Zink pro Tag.
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