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Injektionshilfen - Spritzprobleme lassen sich lösen


Seit ca. 15 Jahren gibt es in Deutschland Injektionshilfen auf dem Markt. Größe und Form führten zur
Bezeichnung Pen ( engl. Füllfederhalter).
Das ganz Neue am Pen war, dass er eine Insulinpatrone enthielt, aus der durch Betätigung eines Druckknopfes die gewünschte Dosis abgegeben wurde. Entwickelt wurden die Geräte, um die Durchführung der intensivierten Insulintherapie zu erleichtern. Mit den neuen Pens war es möglich, sich an jedem Ort unauffällig und ohne Aufziehen des Insulins eine Injektion zu geben. Es dauerte nicht lange, bis auch ältere auf Insulin angewiesene Menschen "vor allem mit Diabetes Typ II" diese Vorteile der Pens für sich entdeckten. Heute gibt es Pens, die durch ihre besondere Handhabung auch für Menschen mit eingeschränkter Gebrauchsfähigkeit der Hände geeignet sind. Für Sehbehinderte gibt es Modelle mit besonders großem Display, durch ein gut hörbares Klicken bei der Dosisvorwahl oder -abgabe ermöglicht es selbst Blinden eine zuverlässige Injektion. Menschen mit Spitzenangst nehmen halbautomatische Geräte den Einstich ab, durch eine Feder wird die Kanüle auf Knopfdruck unter die Haut geschoben. Mit Insulin vorgefüllte Einmal-Pens machen den Patronenwechsel überflüssig und vereinfachen dadurch nochmals den Spritzvorgang. Ein Model speichert Dosis und Zeit der letzten Injektion, eine sinnvolle Hilfe für vergessliche Menschen. Ein weiteres Gerät kann auf eine feste Injektionsmenge eingestellt werden, die dann bei jeder Injektion abgegeben wird. Wer morgens und abends unterschiedliche Mengen spritzen muß, benutzt zwei dementsprechend eingestellte Pens. Für Kinder, die sehr wenig Insulin brauchen, stehen seit kurzem Geräte zur Verfügung, die eine Dosierung in Schritten von einer halben Einheit ermöglichen.

Wie gebrauche ich den Pen richtig:

Trübes Insulin durch langsames Schwenken ( mindestens 20 mal ) des Gerätes aufmischen.
Funktionsprobe: die kleinste Dosis bei senkrecht gehaltenem Gerät in die Luft spritzen.
Evtl. vorhandene Luftblasen auf die gleiche Weise entfernen.
Gewünschte Einheiten durch Drehen des Dosierknopfes einstellen.
Nadel einstechen, Einheiten durch Drücken des Knopfes bzw. Betätigen des Schiebers injizieren.
Zehn Sekunden warten, dann die Nadel herausziehen.
Setzen sie den Pen nicht größeren Temperaturunterschieden aus, es könnten sich Luftblasen bilden.


 
   
 
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